Beschäftigungs- und Arbeitstherapie innerhalb der Einrichtung

An der Arbeits- und Beschäftigungstherapie nehmen diejenigen BewohnerInnen teil, die aufgrund
ihrer psychischen Erkrankung noch nicht ausreichend belastbar sind und deshalb nicht zeitnah in
eine Schule oder Ausbildung vermittelt werden können. Es handelt sich vorwiegend um Bewohner
aus den beiden Intensivbereichen und z. T. aus dem Stabilisierungsbereich.
Mit der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie finden sie hier eine ähnliche Tagesstruktur vor, wie
sie es von den Kliniken kennen.

• Beschäftigungstherapie

In der  Beschäftigungstherapie  wird durch ein niedrigschwelliges Therapieangebot die Belastbarkeit

und das Durchhaltevermögen gefördert, wodurch auch bei schwerer Erkrankung der
Jugendlichen und jungen Volljährigen die Tagesstruktur verbessert wird.  Der Schwerpunkt liegt
hier auf kreativem Gestalten, handwerklichen Tätigkeiten und Vermittlung von neuem Wissen
(Zeitungsgruppen, Referate usw.).

• Arbeitstherapie

In der Arbeitstherapie steht ein höherschwelliges Angebot zur Verfügung, in der das
Durchhaltevermögen sowie die kognitiven Fähigkeiten unserer Bewohner  intensiv gefördert
werden. Dabei stehen u. a. 12 Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Ziel ist es z. B., den
Umgang mit Softwareprogrammen, einen verantwortlichen Umgang mit dem Internet,
Zehnfingerschreiben usw. zu erlernen. Wichtig ist auch die Teilnahme am kognitiven Training
(unter anderem durch Cogpack).

Nach regelmäßiger und erfolgreicher Teilnahme an der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie
werden die Bewohner durch unseren Sozialdienst in Praktika außerhalb des Hauses vermittelt,
wobei in der Regel eine steigende Stundenzahl vereinbart wird. Dadurch können sie sich zum
einen beruflich orientieren, zum anderen aber auch ihre Ängste vor einem neuen Umfeld und
vor den Anforderungen abbauen.